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In meiner Jugend haben mich meine Eltern ins Handball Training geschickt, damit ich nicht allzu sehr die Form des Fernsehsessels annehme.

Ich war nicht so der grosse Werfer und musste so im ersten Jahr einer C,B,A Jugend rechts aussen spielen. Im zweiten Jahr durfte ich jedoch meistens in der Mitte spielen.

Selber habe ich nicht viele Tore geworfen – eigentlich schlecht für einen Mittelmann, aber die Bälle hab ich oftmals einigermaßen verteilt und so mannschaftsdienlich gespielt. Das ist auch der Sinn des Ganzen, denn auch der bewunderte Rückraumstar kann ein Spiel nicht alleine gewinnen. Eher kann man vielleicht einen Gegenspieler auf sich ziehen, wodurch Lücken in der gegnerischen Abwehr entstehen, die ein Mitspieler dann für den Durchbruch ausnützen kann.

So ergab es sich fast automatisch einen peripheren Blick zu entwickeln um aus den Augenwinkeln zu erkennen, wenn auf der anderen Seite vielleicht ein Aussen frei ist oder der Kreisläufer eine Sperre stellt und sich absetzt.

Sicher geht es im Berufsleben nicht ums gewinnen – wenn dann schon alle in einer win – win – win … Situation. Aber die Gemeinschaft des Teams wächst an den errungenen „Siegen“ aber genauso auch den „Niederlagen“. Es geht nicht um die Einzelleistung und im Berufsleben ist es dann schön zu erleben, das das Team mehr zustande bringt als die Summe der Einzelleistungen.

Aber ich war ja beim peripheren Blick. Was hat dieser mit Teams zu tun?

Körpersprache

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Wenn ich heute in einem Meeting sitze benutze ich hin und wieder gerne meinen peripheren Blick. Ich achte dabei weniger auf den Wortlaut der Sprecher, sondern beobachte wie die Rampensau fröhlich dahinträllert oder ein introvertierter Kollege schüchtern ein paar Sätze rüberzittert, wenn er gerade dran ist.

Dabei ist auch die gesamte Körpersprache interessant. Es mag manchmal befremdlich sein, wenn man alle so rumzappeln sieht und am meisten bedrückt, wie man sich möglichst neutral verhält ohne zu beeinflussen. Aber Wissen kann man immer zweckentfremdet einsetzen, dies bleibt jedem selber überlassen.

Die mehr oder wenige bewusste Kommunikation über die Körpersprache macht nun eben ein Face2Face Meeting so beliebt. Aber ich denke man muss in webmetings möglichst mit webcam – halt dort auch das mitnehmen, was so rüberkommt …

Ich möchte diese Wahrnehmung nicht missen, denn mich reizt der Tunnel wenig, wenn man die Welt um sich vergisst und nur noch im eigenen Rausch entwickelt. Dann hat man nur ein sehr eingeschränktes Gesichtsfeld und der Spass bleibt allemal auf der Strecke, denn wer sollte dann die eigene Leistung würdigen. Dies ergibt sich in einem Team automatisch, wenn man zusammen etwas neues geschafft hat.

Wie man die Körpersprache auch für ein besseres Wohlergehen benutzen kann zeigt:
http://www.mind-steps.de/2013/09/20/korpersprache-wie-man-geht-so-geht-es-einem-gunther-schmidt/