Manchmal sind es die etwas anderen Erfahrungen, die einen Aha-Effekt auslösen und sich so besonders einprägen:

Mein Sohn Gabriel hat an der Freizeit „Wild West Camp“ teilgenommen – von einer evangelischen Kirche ausgerichtet. Am letzten Abend gab es eine Feier zusammen mit den Eltern. Gegen später hielt der Pfarrer eine kleine Rede über den Sinn und Zweck der Freizeit. Als Aufhänger hat er Lucky Luke ausgewählt, den er in seiner Jugend vergöttert hat. Lucky Luke, tritt wieder und wieder in Erscheinung, löst das „Problem“ alleine und fängt die Banditen. Wenn alles in Ordnung gebracht ist, verabschiedet er sich und reitet mit seinem einzigen Freund – dem Pferd Jolly Jumper – in den Sonnenuntergang.

Wer will ein solches Leben? Ist es so wichtig, toll zu sein, oder eher besser in der Gruppe Spass zu haben? In der Freizeit war es  ein Ziel, die soziale Kompetenz der Kinder zu trainieren. Dies ist auch mein Motto: Das Leben ist Kommunikation. Was hat das Leben für einen Zweck, wenn man nicht seine Ideen mit anderen teilt?

Es gibt noch andere Probleme mit dem Helden in Projekten. Im Buch Die menschliche Seite des Projekterfolgs erläutert das Problem des Helden für die gesamte Projektplanung:

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„Heroes“, in Ihrer Euphorie, neigen dazu, sich zu überschätzen und setzen sich nicht nur selbst unter starken Druck, sondern auch das gesamte Team. Natürlich ist auch der faule „Unter-Schätzer“, der sich nicht vollständig einbringt, eine Last. Aber im Sinne des Teamgeists sollten  Helden vielmehr versuchen, sich zu integrieren und auch andere Meinungen gelten zu lassen, auch wenn es manchmal nicht mit den eigenen Erfahrungen zusammen passt. Immerhin wird das Team als Ganzes gewinnen oder verlieren.

Das schöne Buch Geschichten von Scrum  zeigt, wie ein Team aus sehr unterschiedlichen Charakteren im Projektverlauf immer mehr zusammenwächst:

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